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Einsamkeit
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Senioren müssen leider draußen bleiben - Wir möchten das ändern

Der Verein “Wege aus der Einsamkeit e.V.” setzt sich dafür ein, die digitale Welt endlich auch für Senioren erlebbar und zugänglich zu machen. Das möchten wir mit unserer Weihnachtsspendenaktion unterstützen!

Franziska LerchDienstag, 29. November 2022

Während die jungen Leute einen Großteil ihres Tages im Internet verbringen, fühlen sich mehr als die Hälfte der Menschen ab 75 Jahren zu alt fürs Internet. Dabei sind Fachleute überzeugt, dass Seniorinnen und Senioren profitieren, wenn sie sich in die digitale Welt vorwagen. Hier hilft besonders eines: Aufklärung! Die Senioren müssen verstehen, worauf sie achten müssen und die Basics der Anwendung erlernen. Die Hamburgerin Dagmer Hirche hat das bereits im Dezember 2007 erkannt. Um Senioren im Umgang mit dem PC und dem Internet zu schulen, hat sie damals den gemeinnützigen Verein "Wege aus der Einsamkeit e.V." gegründet.


Wege aus der Einsamkeit e.V. ebnet Senioren den Weg ins digitale Zeitalter

Der Verein verfolgt das Ziel, die Lebensumstände älterer Menschen in der Gesellschaft zu verbessern, indem sie Senioren den Zugang zur digitalen Welt eröffnet und sie im Umgang mit dieser schult. Damit scheint sie einen Nerv in der Gesellschaft getroffen zu haben, denn Frau Hirche ist doppelte Preisträgerin des German Diversity Award der Initiative BeyondGenderAgenda und gewann 2019 den Digital Female Leader Award in der Kategorie Social Hero. Und ein “Social Hero”, das ist Frau Hirche wirklich. Ihr Engagement begeistert immer wieder aufs Neue, weswegen dies nur ein kleiner Teil der Auszeichnungen ist, die sie bereits erhalten hat. Unter dem Motto “Wir versilbern das Netz” bietet der Verein Senioren regelmäßig kostenfreie Schulungen für das Smartphone oder das Tablet mit anschließenden Gesprächsrunden an. Auf der Internetseite des Vereins finden interessierte Senioren sogar Erklärvideos, in denen Frau Hirche beschreibt, woran man beispielsweise einen Telefonbetrüger oder eine Spam-Email erkennt.

Wer im Alter aufgeschlossen bleibt und Neues lernt, kann sich Selbstständigkeit und Selbstbestimmung erhalten, sich mit anderen austauschen und das eigene Wohlbefinden stärken.

Janina Stiel (Sozialgerontologin von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisation)


Für mehr Miteinander - auch Senioren können sich online verbinden

Doch auch die Vernetzung älterer Menschen untereinander ist dem Verein ein wichtiges Anliegen. Deshalb können sich Menschen der Generation 65plus über den Verein beim Spielen, Tanzen, Rätseln, Gehirnjogging und Yoga kennenlernen. Den Senioren gefällt es besonders, wenn sie der jungen interneterfahrenen Generation ihre Fragen stellen können. Deshalb veranstaltet der Verein Gesprächsrunden mit Studierenden aus Universitäten oder Hochschulen, in denen sich mit den Senioren zu digitalen Themen ausgetauscht wird. So entsteht ein generationenübergreifendes Verständnis - gerade in diesen Zeiten wichtiger denn je. Die Themen der Workshops, Schulungen und Gesprächsrunden sind vielfältig und auf die Lebensrealität der Senioren zugeschnitten.

Wie finanziere ich meine Rente?

Habe ich genügend fürs Alter vorgesorgt?

Wer pflegt mich, wenn ich krank werde und wie organisiere ich das überhaupt?

Kann ich zuhause wohnen bleiben?


Alles Fragen, die wohl oder übel aufkommen, je mehr Lebensjahre vorüberziehen. Sind Antworten darauf gefunden, bewirkt das vor allem eines: innere Ruhe, Erleichterung, Aufatmen können. Der Verein versorgt die Interessierten deshalb mit Informationen rund ums Älterwerden, seniorengerechte Wohnlösungen, Teilhabe trotz Krankheit und verschiedenen Hilfsangeboten, wie beispielsweise zu Nachbarschaftshilfen und unterstützenden Organisationen oder Vereinen. Damit wirklich alle Senioren barrierefrei und ohne Hürden das Internet als Informationsquelle nutzen können, ist es erforderlich, dass es kostenfreies WLAN in Altenheimen, Seniorenwohnanlagen, Seniorentreffs oder Quartierstreffpunkten gibt. Dafür macht sich Wege aus der Einsamkeit e.V. stark.

Geteiltes Leid ist halbes Leid, geteilte Freude ist doppelte Freude

Besonders wichtig ist Frau Hirche, dass die Senioren ihr Alter nicht als Last ansehen, denn es besteht auch aus so vielen schönen Aspekten. Trotzdem möchte sie die Gefahren und Ängste des Alt-Seins nicht beschönigen. Damit dieser Lebensabschnitt also als bereichernd erlebt werden kann, müssen die Bedürfnisse der älteren Generation und die der Angehörigen ernst genommen werden. Es muss ein Austausch entstehen, zwischen den Senioren untereinander und ihren Angehörigen, damit bisherige Tabuthemen wie Isolation, Armut und Krankheit nicht länger unter den Teppich gekehrt werden, sondern Betroffene sich gegenseitig helfen können, scheinbar ausweglose Situationen zu überwinden. Denn was und am meisten bestärkt ist der Austausch mit anderen, schließlich ist geteiltes Leid nur halbes Leid.

Einfach, sicher und intuitiv - Melli erleichtert den Schritt ins digitale Zeitalter

Damit verfolgen der Verein “Wege aus der Einsamkeit e.V.” und Melli ganz ähnliche Ziele - Wir möchten den Zugang zur digitalen Welt sicher und einfach machen und die Nutzung des Internets zu einem positiven Erlebnis werden lassen. Der Rege Austausch mit Frau Hirche als Melli noch nur eine Idee war, hat uns bei der Entwicklung stark beeinflusst und inspiriert. Dafür möchten wir danke sagen, indem wir bei jeder Bestellung bis zum 15.12.2022 zehn Euro dem Verein zugute kommen lassen möchten, um dessen außergewöhnliches Engagement für die ältere Generation zu unterstützen.

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